In Weißenkirchen mit Freunden

An einem Dienstag mitten im Juni. Wir sind schließlich als Pensionisten nicht mehr auf Wochenenden angewiesen. Mary und Franz, unsere Freunde auch nicht. Um 10 Uhr fuhr der Wagen vor. Wenn schon, denn schon.

Einer unserer Beweggründe war die Bewegung selbst, ein anderer hatte runde Form und orange bis rote Färbung: Wachauer Marillen sind die besten! Und wir dachten, Wachauer Marillen kauft man am besten direkt in der Wachau. Da drängen sich Marillenstände an der Straße wie anderswo Fliegen um das Essen. Ja, wir dachten. Die zwei Stände bei der Hinfahrt sahen uns zu mager aus, aber das wird schon noch…

Zunächst ein Spaziergang durch Weißenkirchen. Rauf, runter, entlang – Hauptsächlich Bewegung.

Bergauf, gefühlt immer bergauf.

Bergauf, gefühlt immer bergauf.

Realistisch gesehen, ging es aber auch mal nur entlang.

Realistisch gesehen, ging es aber auch mal nur entlang.

Was uns sehr bald auffiel: Die Gastronomie nahe unseres Ausgangspunkts hatte Ruhetag. Durchgängig Dienstag, alle Cafes, Restaurants, Stehbars. Alle am Dienstag. Perfekte Organisation, man gönnt sich ja sonst nichts.

Die Kirche war nur bergauf zu erreichen, was sonst? Nach etwa 100 Stufen dann die Belohnung:

Kirchen in Weißenkirchen, innen.

Der Kirchenwirt hatte offen. Wir waren erstaunt. Die Preise dort sind … sagen wir mal “dem Essen und der Bedienung entprechend”. Und sowohl die Speisen als auch das Service waren vom Feinsten. Okay, warum sollte “Man gönnt ja sonst nichts.” nur für die ansässige Gastronomie gelten?

Nach dem Spaziergang hofften wir, doch noch einige Marillenstände Richtung Wachau zu finden. Hoffen darf man schließlich. Dabei blieb es aber auch, also drehten wir um. Und da geschah das Wunder: Unsere Mädels wurden in einen Marillengarten gebeten und durften sich dort die besten Stücke aussuchen. Frisch vom Baum. Satt waren wir, zufrieden waren wir. Herz, was willst du mehr.

Auf der Heimreise probierten wir dann noch verschiedene Navigationssysteme aus. Franz entschied schließlich “Ernstl hat doch ein Navi!”. Ja, ein Navi schon, aber wenig Saft im iPhone. Und kein Ladekabel. Aber bis zur Autobahn hat’s dann doch gereicht, und von dort führen bekanntlich alle Wege nach Wien.