Review: ExcireSearch

Review: ExcireSearch

Eine automatische Verschlagwortung für Lightroom

Vor wenigen Tagen hat mich der Benutzer „GutLicht“ im Warp2Search-Forum aufgeweckt. Die Meldung schien wie geschaffen für mich: Er hatte eine Software namens „ExcireSearch“ entdeckt, die innerhalb von Adobe Lightroom eine vollautomatische Verschlagwortung ermöglichen soll.

Titelbild

ExcireSearch stammt aus dem universitären Umfeld. Entwickelt wurde das Lightroom-Plugin von der Pattern Recognition Company GmbH, einem Spin-off der Universität Lübeck. Das Plugin ist sowohl für Windows als auch für MacOS verfügbar und kostet etwa 60 Euro.

Die Installation

Heureka! Das muss ich sofort probieren. Eine kostenlose Testversion steht auf der Website des Herstellers zur Verfügung. Runterladen, Setup starten. Simpel wie gewohnt. Das Setup erinnert dankenswerterweise daran, Lightroom vor der Installation zu schließen. Man denkt also auch an Dösel wie mich.

Danach versuchte das Setup mehr oder weniger verzweifelt, die Visual C++ Runtime von Microsoft auf meiner Workstation zu installieren. Vergeblich, die Verzweiflung wuchs mit jedem Versuch. Meine WS wehrt sich wie eine Katze an der Tür zum Badezimmer. Dafür kann zwar Excire nichts, aber es schlaucht nichtsdestotrotz ungemein. Näheres zu diesem Problem, das nicht nur mich bzw. meine Rechnerinstallation betrifft, und Lösungsansätze findest du hier in diesem Thread. Nachdem die Runtime endlich installiert war, lief der Rest der Setuproutine problemlos ab.

Future begins

Beim folgenden Lightroom-Start begrüßte mich bereits ExcireSearch mit einer kurzen Anleitung:

Startbildschirm von Excire
Startbildschirm von Excire

Sehr aufmerksam. Diese Anleitung reicht auch völlig, die Software ist einfach zu bedienen.

Bevor du suchen kannst, müssen die Fotos eines Katalogs erst mal initialisiert werden. Klar. Der Vorgang wird über das Bibliotheksmenü aufgerufen.

So werden die Bilder eines bestehenden Katalogs initialisiert.
So werden die Bilder eines bestehenden Katalogs initialisiert.

„Initialisieren“ bedeutet, die Bilder werden automatisch verschlagwortet. Das kann natürlich nur mit allgemeinen Begriffen erfolgen. „Brücke“ als Schlagwort wird eingetragen, „San Francisco“ oder „Golden Gate Bridge“ hingegen nicht. Derzeit erkennt ExcireSearch etwa 150 Begriffe wie z.B. Katze, Hund, Brücke, Stadium, Pizza, Berg etc. selbstständig. Davon angezeigt werden nach der Verschlagwortung allerdings nur die auch im durchsuchten Bestand gefundenen.

Gelesen hatte ich, dass die Liste der erkannten Motive durch „Deep Learning“ bei häufiger Benutzung  automatisch größer würde. Dazu kann ich mangels längerer Erfahrung nichts sagen.

Darauf antwortete ExcirePM:

Kurz zu Deep Learning: Dieser Ausdruck wird gerade von der Presse wie die Sau durch’s Dorf getrieben. Es entbrannte vor ein paar Jahren ein regelrechter Hype um das Thema und leider wird dann auch viel Unfug geschrieben. Die Bildanalyse ist in erster Linie ein „Computer Vision“ Problem, mit all den Schwierigkeiten und Anforderungen, die es diesbezüglich schon immer gab. Deep Learning und vor allem sog. Convolutional Networks haben uns einen großen Schritt voran getrieben, aber auch dabei können nicht alle Probleme ohne weiteres gelöst werden. Weitere Ausführungen würden an dieser Stelle zu weit führen.

Eines ist Deep Learning sicherlich nicht: echtzeitfähig im Sinne des Lernens und Trainierens. Gerade dafür werden unheimlich viele Daten und enorme Rechenpower benötigt, um ein Training erfolgreich zu gestalten und die Trainingszeiten akzeptabel zu halten. Daher ist es nicht so ohne weiteres möglich, unser System durch weniges Benutzerfeedback zu verbessern bzw. zu verfeinern.

Was mit dem letzten Absatz gemeint war, erklärte ExcirePM auf Anfrage:

Du kannst in Excire Search entweder im ganzen Katalog oder im Filmstreifen suchen. Letzteres kann man dazu benutzen, um in einem Lr Katalog zunächst mit klassischen Lr Filtern zu arbeiten. So kann man beispielsweise unter Verwendung von EXIF oder GPS Daten, erstmal alle Bildern herausfiltern, die mit einer bestimmten Kamera oder an einem bestimmten Ort aufgenommen wurden. Die entsprechenden Bilder landen in einer temporären Collection, die man dann einfach auswählt, sodass die entsprechenden Ergebnisbilder im Filmstreifen sind. Im zweiten Schritt kann man nun mit Excire Search CT pder Excire Search EX in diesem Filmstreifen suchen. Dieses Vorgehen meine ich mit zweistufig. Ich würde empfehlen einfach mal mehr mit Lightroom und unserem Plugin rumzuspielen. Jeder Benutzer muss dann selber entscheiden, wie er beide Funktionalitäten kombiniert!

Auf diesen Punkt komme ich später noch zurück. Ich habe ihn hier nur angeführt, um dir das o.a. Zitat verständlicher zu machen.

Interessant wäre zu wissen, wie sich ExcireSearch hinsichtlich seiner „Erkenntnisse“ verhält, wenn z.B. auf einen anderen Rechner neu aufgesetzt werden muss. Was passiert mit den Einstellungen und dem angesammelten Erfahrungsschatz? Hier scheitern ja die meisten Softwareprodukte mit Bravour.

Vor dem Start der Initialisierung werden noch einige Einstellungen vorgeschlagen bzw. abgefragt. ExcireSearch erkennt, wie viele Fotos noch nicht von Excire behandelt wurden. Das Plugin ermöglicht auch, alle Bilder in einem Rutsch oder auch nur einen Filmstreifen zu bearbeiten. Excire kann also auch dann alle Bilder taggen, wenn nur ein Teil sichtbar und/oder ausgewählt ist. Dasselbe gilt für Bildstapel (mehrerer Bearbeitungsschritte eines Bildes beispielsweise). Das ist wichtig, denn eine spezielle Auswahl ist bei mir fast immer aktiv, auch sind nicht immer alle Bildstapel offen.

Initialisierung

Ich nutze die gesamte zur Verfügung stehende CPU-Leistung für die Bearbeitung, was bei brustschwachen PCs eher nur nächtens anzuraten ist. Meiner hingegen lässt mich trotz 100% Last noch immer gut nebenbei arbeiten. Auch Bildbearbeitung lässt sich flüssig durchführen.

Es lässt sich trotz hoher CPU-Last - nebenbei noch arbeiten.
Es lässt sich trotz hoher CPU-Last – nebenbei noch arbeiten.

Die Untersuchung der Fotos dauert etwas, was auch Excire betont.

Warnhinweis: Es kann dauern.
Warnhinweis: Es kann dauern.

Andererseits ist die Dauer auch von der Rechenleistung des verwendeten Rechners abhängig. Auf meiner Workstation hat die Verschlagwortung von 8706 Fotos etwa 4 Stunden gebraucht. Das ist, wenn man die Zeiten, die für das Laden der Bilder nötig ist, und den Rechenaufwand betrachtet, ein sehr akzeptabler Wert. Häng‘ dich nicht am Fortschrittsbalken auf, der ist ziemlich „für die Fisch'“.

Excire arbeitet nebeneinander mehrere Bilder ab. Ich habe auf meinem 6-Kerner Xeon bis zu 4 Tasks nebeneinander gezählt.

Was mich aber echt narrisch macht: ExcireSearch gibt bei bzw. nach jeder einzelnen Verarbeitung Laut. Mit einem penetranten Ton noch dazu. Das ist schlicht unerträglich, und ich weiß auch nicht, wozu das gut sein soll. Jetzt habe ich mal den Ton völlig abgedreht, aber das ist für mich eigentlich keine Lösung.

ExcirePM meint dazu:

Die Bildanalyse erfordert ab und zu den Export eines Bildes und das ist, was diesen schrecklichen Piep-Ton erzeugt. Es ist also eine Lr Einstellung und nicht die Schuld unseres Plugins. Bitte checkt daher eure Lr Einstellungen!

Ja, ja. Schon klar. Ich habe Lightroom erlaubt, mich nach komplettem Abschluss eines Exportvorgangs zu benachrichtigen. Auch klar, meine Exportlisten sind lang, ich sollte in etwa wissen, ab wann ich mit dem Import in WordPress beginnen kann.

Ich habe Lightroom nicht gestattet, nach jedem einzelnen exportierten Bild die Glocke zu läuten. Das würde meinem Nervenkostüm ernsthaften Schaden hinzufügen. ExcireSearch scheint aber nicht nur „ab und zu“, sondern (nahezu?) bei jedem Bild einen Export durchzuführen, dessen Abschluss bei Lightroom jedesmal die Glocke läuten lässt. Ich kann natürlich in Lightroom einstellen, dass prinzipiell keine Benachrichtigung mehr erfolgt. Das ist aber auch nicht besser, als den Ton komplett abzudrehen. In beiden Fällen darf ich nicht vergessen, die Einstellung danach wieder richtigzustellen. Und das vergesse ich persönlich im Desktop weniger leicht als innerhalb von Lightroom.

Das Ergebnis

Die Zuordnung von Schlagworten funktioniert, wie sich dann zeigt, recht gut, Ausnahmen gibt es allerdings. Z.B. mit dem Schlagwort „Stadion“ hat sich ExcireSearch extrem schwer getan. Die Bilder, die unter diesem Suchbegriff zu finden waren, stammen nicht mal annähernd aus einem Stadion, wohingegen das “ Shamu Stadium“ in Seaworld gar nicht erfasst wurde. Nicht ein einziges Mal. Es kann durchaus auch mal vorkommen, dass sich unter „Eichhörnchen“ ein passabler Bär findet. Und es ist auch tatsächlich vorgekommen.

Dazu wieder ExcirePM (im selben Thread wie oben bereits verlinkt):

Das ist wirklich ein sehr schwieriges Thema, weil die Aufgabenstellung so enorm schwer ist. Objekte und Bildinhalte varrieren von Ansicht zu Ansicht und sehen bei unterschiedlichen Beleuchtungen ggf. komplett anders aus. Die Objekt- und Szenenerkennung ist also sehr anspruchsvoll und auch die besten Systeme von Google, Facebook & Co liefern keine 100%ige Trefferquote. Dies ist oft schwer zu vermitteln, weil unser Sehsystem einfach so perfekt funktioniert, wenn auch nicht immer. In bestimmten Anwendungen kann also auch schon mal ein automatisches System besser als ein Mensch sein.

In der allgemeinen Bildanalyse ist man davon allerdings noch ein gutes Stück entfernt (wohlgemerkt in der realen vielfältigen Welt und nicht auf einem Benchmarkdatensatz!). Dennoch sind wir davon überzeugt, dass man mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft, Systeme wie Excire Search bauen kann, die einem Benutzer die Arbeit erleichtern und das Zeitsparen ermöglichen. Eines ist ja auch klar, es gibt nicht so viele Fotografen, die Bildsammlungen von mehr als 100000 Bildern konsistent und vollständig verschlagwortet haben. Wer hat schon Lust dazu?

Ich gebe zu, ich gehöre zu diesen Wahnsinningen. Und nein, Lust dazu habe und hatte ich nie. Bei größeren Bildsammlungen bleiben aber nicht viele Möglichkeiten. Ich will die Fotos nicht einfach sinnlos vor sich hingammeln lassen, sondern bestimmte Bilder zeitweilig auch wiederfinden.

Gesichtserkennung gibt es, das sollte noch erwähnt werden, bei ExcireSearch nicht; da bist du auf die in Lightroom ab V6 integrierte Erkennung und Zuordnung angewiesen. Blöd nur, wenn man, wie ich, mit Lightroom V5.x arbeitet. Aus Gründen, die ich schon mehrfach erörtert habe. Die Lizenz für die Version 6 hätte ich schließlich.

  • Erste Erkenntnis: ExcireSearch ersetzt nicht eine manuelle Verschlagwortung, sie ergänzt diese aber recht gut.
  • Die zweite Erkenntnis schmerzt deutlich mehr. Zumindest mich. Excire legt für die zugeordneten Schlagworte eine separate Tabelle an. Keines der neu vergebenen Schlagworte finden sich unter den Schlagworten, die in Lightroom eingetragen sind.
  • Die dritte Erkenntnis ist zwar eine mittelbare Folge des Vorhergesagten, für mich aber nahezu ein KO-Kriterium: Excire schreibt die Suchwörter nicht in die EXIF- bzw. IPTC-Daten. Auch nicht beim Export. Und das ist echt bitter. Bilder können also mit Suchbegriffen auf einer Website oder auch auf der Festplatte mittels Explorer nicht aufgefunden werden. Es ist offenbar nicht einmal möglich bzw. vorgesehen, die Stichworte als Textdatei zu exportieren, wie ich das zu tun pflege, um nachher mittels der Suchfunktion im Windows Explorer wenigstens den Speicherort der RAW-Dateien wieder aufzufinden.
  • Die vierte Erkenntnis kommt erst nach etwas Recherche: Eine der nächsten Versionen wird die Möglichkeit bieten, die Excire-Schlagworte in die IPTC-Daten zu schreiben. Das verbessert die Lage, löst aber nicht alle grundsätzlichen Probleme. Denn unter Lightroom tauchen auch Schlagworte, die bereits in den IPTC-Daten stehen, nicht auf. Zumindest nicht bei mir. Eine Suche innerhalb von Lightroom wird dadurch nicht leichter (siehe weiter unten). Aber Bilder sind dann doch wenigstens via Explorer und im Web leichter zu finden.

Nun ja, wird Excire wahrscheinlich argumentieren: Wenn ich einen Katalog offen habe, finde ich doch ohnehin mittels Schlagwort oder Schlagwörtern, was gesucht wird. Und die Suchfunktion ist doch wirklich einfach zu bedienen. Aber das ist nur bedingt richtig.

Die Suche

Ja, die Suche innerhalb ExciresSearch ist wirklich gut gelöst, soweit stimmt das. Wie überhaupt das Interface durchgängig sachlich, knapp und gut bedienbar ist.

Auch hier ist wieder die Möglichkeit vorhanden, in allen Bildern oder nur in einer begrenzten Auswahl („Filmstreifen“ zu suchen. Suchbegriffe sind in Gruppen geordnet, die du aufklappen kannst.

Manchmal fehlt mir ein wenig der designmäßige Chic. ExcirePM argumentiert, dass die karge Programmierschnittstelle besseres Design verhindere. Das sehen offenbar einige andere Hersteller von Lightroom Plugins anders, wie ich täglich feststellen kann. Aber für mich ist das Interface in Ordnung: Es ist alles Nötige da, und es ist auch alles dort, wo es hingehört. Für die Bedienung ein lautes „Bravo!“

Die Schlagwortsuche ist aber nur einfach, solange du dich auf die von ExcireSearch vergebenen Schlagwörter beschränkst (Excire-Interface). Oder auf sie verzichtest (Lightroom-Interface). Beides gemeinsam ist nicht bzw. nur sehr kompliziert machbar.

Und, wie schon erwähnt, auf einer Website kannst du Bilder nicht mehr nach den von Excire vergebenen Schlagwörtern finden, zumindest derzeit. Suchen kannst du wohl, finden wirst du nichts. Bzw. nur die Schlagwörter, die du in Lightroom (oder anderweitig) eingetragen hast.

Solange nur ein einziger Katalog Verwendung findet, ist der Nutzen von Excire auch für mich noch erkennbar. Da brauche ich keinen Windows Explorer zur Suche, da reicht ExcireSearch für alle Bilder. Aber so arbeitet eben nicht jeder. Ich z.B. nicht (siehe auch https://www.weinzettl.info/2016/09/27/bildbearbeitung-workflow-und-ablage/). Und dann wird die Suche schwierig.

Ähnlichkeitssuche

Eine sehr interessante Möglichkeit der Suche will ich noch erwähnen, die mich ein wenig mit Excire versöhnt: Es ist möglich, Bilder mittels Beispielfotos zu suchen; Excire nennt das „Ähnlichkeitssuche“. Ein oder mehrere Fotos auswählen, danach „Mit Beispielfoto suchen…“ anwählen. Auch hier gibt es einige wählbare Optionen.

Die Auswahl der Bilder, deren gesuchte ähnlich sein sollen, obliegt dem Benutzer.
Die Auswahl der Bilder, deren gesuchte ähnlich sein sollen, obliegt dem Benutzer.

Das Ergebnis ist, obwohl die Funktion noch ganz neu in ExcireSearch ist, gut, wie ich feststellen kann.

Die Ergebnisse der Ähnlichkeitssuche sind in der Praxis überraschend brauchbar.
Die Ergebnisse der Ähnlichkeitssuche sind in der Praxis überraschend brauchbar.

Diese Funktion hilft auch mir in der Praxis bei der Erstellung meiner Bücher weiter. Wieder Freunde? Freunde.

Fazit:

dreieinhalb Sterne von fünf möglichen

ExcireSearch ist ein Dienstleistungsprogramm, welches als Plugin unter Adobe Lightroom eine automatisierte Schlagwort-Zuordnung ermöglicht. Diese Zuordnung berücksichtigt nur allgemeine Begriffe. Sie ist recht brauchbar, aber doch noch ein wenig entfernt von fehlerfrei. Ein Wunsch für die Zukunft: (nach Rückfrage) eine Initialisierung von Bildern gleich beim Import.

Die Tatsache, dass die Schlagworte nicht innerhalb Lightrooms verwaltet werden, mindert jedoch den Nutzen der Software. In keinem exportierten Bild sind diese Suchbegriffe (von mir) zu finden. Das wird sich mit einer der nächsten Versionen bessern, das Problem der getrennten Verwaltung aber nicht gänzlich beseitigen.

Die Suche mit Beispielfoto(s) hebt in meinen Augen den Nutzen von ExcireSearch dann doch wesentlich. Auch wenn diese Suche wahrscheinlich wieder auf der von ExcireSearch erstellten Schlagworttabelle beruht (Nein! Laut Excire tut sie das nicht): „Ehre, wem Ehre gebührt!“

Update (30.12.2016)

Die meisten Antworten von Excire auf diese Review habe ich bereits direkt in die Review eingearbeitet. Ein Punkt ist für mich aber auch nach den Antworten des Herstellers essentiell. Vor allem die Anmerkung im Fazit

Die Tatsache, dass diese Schlagworte nicht innerhalb Lightrooms verwaltet werden, mindert jedoch den Nutzen der Software.

hat Excire offensichtlich schon mal gehört/gelesen.

Dies haben wir schon von mehreren Seiten gehört und da wir Benutzer- und Kundenwünsche sehr ernst nehmen, arbeiten wir schon an einer Erweiterung unseres Plugin, sodass man unsere Stichwörter von unserer internen Datenbank in einen Lr Katalog transferieren kann.

Der Export der Stichwörter (mit den Bildverknüpfungen, wie ich annehme) in den betreffenden Lightroom-Katalog würde meinen Einwand entkräften. Mal abwarten…

Dort kann man die komplette Filter-Power anwenden und unseres Tags mit EXIF-Daten und mehr kombinieren. Dies geht jetzt zwar auch schon, allerdings nur zweistufig und nicht in einem Schritt.

wird danach auf Anfrage erklärt:

Du kannst in Excire Search entweder im ganzen Katalog oder im Filmstreifen suchen. Letzteres kann man dazu benutzen, um in einem Lr Katalog zunächst mit klassischen Lr Filtern zu arbeiten. So kann man beispielsweise unter Verwendung von EXIF oder GPS Daten, erstmal alle Bildern herausfiltern, die mit einer bestimmten Kamera oder an einem bestimmten Ort aufgenommen wurden. Die entsprechenden Bilder landen in einer temporären Collection, die man dann einfach auswählt, sodass die entsprechenden Ergebnisbilder im Filmstreifen sind.

Im zweiten Schritt kann man nun mit Excire Search CT pder Excire Search EX in diesem Filmstreifen suchen. Dieses Vorgehen meine ich mit zweistufig. Ich würde empfehlen einfach mal mehr mit Lightroom und unserem Plugin rumzuspielen. Jeder Benutzer muss dann selber entscheiden, wie er beide Funktionalitäten kombiniert!

Diese Vorgehensweise, die ich schon weiter oben als „nur sehr kompliziert machbar“ bezeichnet habe, ist aus meiner Sicht allerdings nicht jedem Benutzer zumutbar. Abgesehen davon macht es bereits Adobe dem Benutzer ziemlich schwer, Bilder, die mehreren Schlagwörtern entsprechen sollen, in einer Gruppe (vulgo „Sammlung“) zusammenzutragen. Aber dafür kann Excire nun wirklich nichts.

Als beendet würde ich diesen Teil der Diskussion betrachten, sobald die von Excire zugeordneten Schlagwörter gleichwertig zu den in Lightroom direkt vergebenen hinzugefügt werden können.

Ich bin auf die nächsten Versionsschritte sehr gespannt.