Das Städtchen Carmel-by-the-Sea
Weiter nach Carmel. Wir hatten ein Zimmer im Wayfarer Inn gebucht, einem kleinen, schon etwas vom Zahn der Zeit benagten Hotel mit außerordentlichem Charme.

War wirklich nicht einfach, aber wir hatten bereits Jahre zuvor dort bestellt, das Haus gesehen, uns irgendwie in dieses familiäre Hotel verliebt. Zimmer hatten wir damals trotz aufrechter Buchung nicht bekommen, die Belege waren unterwegs verschwunden. Die sehr nette Besitzerin (meint meine Liebste) hatte uns damals dann im Normandie untergebracht, welches als einziges Hotel noch ein Apartment frei hatte.
Den beträchtlichen Aufpreis hatte damals das Wayfarer übernommen, wir hatten uns mit einem Fläschchen vom Roten bedankt und eine gute Stunde nette Unterhaltung mit allem Drum und Dran – Foto vor dem Kamin und so.

Diesmal ist unser Zimmer frei, Madame wirkt heute allerdings ziemlich urlaubsreif und kann sich auch nicht mehr an uns erinnern. Nein, und Rotwein trinkt sie auch nicht.
Wir können uns an sie wohl erinnern, wir haben schließlich auch Beweisfotos von damals, wenn auch in mieser Qualität: Links Christa und unsere Gastgeberin – bereits fünf Jahre zuvor vor dem Kamin.
Wir kommen uns ein bisserl dumm vor.
Wie auch immer, das Zimmer ist nett, wenn auch schon ein wenig abgewohnt. Die fehlende Klimaanlage lärmt nicht und fällt Mitte September auch nicht sonderlich ins Gewicht. Unser geliebtes Wayfarer Inn wird unsere Wohnstatt für ein paar Tage.

Das Wayfarer liegt an der Ecke der 4th Avenue und der Mission Street, die südwärts zu ebendieser Mission führt. Wenn du diese Straße entlang gehst, triffst du auf viele Häuser, die schon seit Beginn der Besiedlung Carmels dort stehen. Original erhalten, fast wie Filmkulissen.

Wir spazieren noch ein wenig durchs abendliche Carmel: Viele Geschäfte, große Marken, kleine, teils sehr kuschelige Lokale. Gegessen haben wir leider schon. Aber: Die Bäckerei am Ocean Drive, da geht noch was. Das Käsestangerl für mein Weibi entpuppte sich als Zimtstangerl, mein Tiramisu ist ziemlich stark alkoholisiert, aber einfach köstlich. Der Espresso schmeckt hervorragend, die heiße Schokolade auch. Knapp 20 USD, Carmel muss man mögen! Hier wohnen eben (auch) die Reichen und Schönen.
Wir verbringen eine sehr ruhige Nacht im Wayfarer. Obwohl die Küste gut einen Kilometer entfernt liegt, hören wir nächtens ganz leise die Brandung. Ja, eben: „Carmel-by-the-Sea„.
Und so viel grüne Natur in der Stadt! Bäume und Gärten überall. Mitten drin entzückende Häuser, die zum Träumen einladen, auch im Zentrum.




Noch etwas zu „Carmel“: Die Menschen hier betonen das „e“! Der Name leitet sich nämlich von der „Mission San Carlos Borromeo de Carmélo“ ab.
Allerdings ist Carmel kleiner als es aussieht, es wohnen hier auch nicht so viele Menschen wie in Wiener Cottage-Lagen. In Wien Hietzing z.B. leben derzeit etwas mehr als 53.800 Menschen, in Döbling um die 71.600. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass in diesen Bezirken nicht alles Cottage ist: In ganz Carmel wohnen gerade Clint Eastwood und etwas weniger als 4.000 weitere Einwohner.

Clint Eastwood hat nicht nur den Joe aus der „Dollar-Trilogie“ und den Dirty Harry gegeben, sondern für zwei Jahre auch den Bürgermeister von Carmel. In der Realität, nicht im Film. Böse Zungen behaupten, er wollte nach Jahren des Streitens um eine Baubewilligung endlich seinen Wohnsitz fertigstellen.
Beharrlich, gelassen und direkt ist Eastwood stets geblieben. Das Naheliegende tun und dabei sein eigener Herr bleiben, so könnte man sein Leben und Schaffen resümieren. Als er keine Baugenehmigung erhielt, wurde er eben Bürgermeister. Weil er keine Enkelkinder hat, wurde er mit 66 halt noch mal Vater. Und wenn sein alter Kumpel James „Rockford“ Garner meint, eigentlich müsse man mal wieder einen Film zusammen machen klar, warum nicht.
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/kino/space-cowboys-eastwoods-grosse-sause-a-100793.html
Clint Eastwood gehört übrigens seit 1986 auch die Hotelanlage „Mission Ranch“, der historisch älteste Teil Carmels außerhalb der Mission selbst.
Neben Clint Eastwood waren und sind aber auch andere Größen des Film Business hier zu Hause. Von den heute noch bekannten mögen Brad Pitt, Jennifer Aniston oder Doris Day als Beispiele dienen. Auch Schriftsteller wie Ernest Hemingway, John Steinbeck und Jack London sowie Fotografen wie Ansel Adams und Edward Weston, beide bedeutende Vertreter der „Straight Photography„, lebten hier lange Zeit.

Der Großteil von Carmel ist ein geometrisch sortiertes Zentrum in Hanglage östlich der Carmel Beach. Ein weiterer Teil im Osten und Nordosten beinhaltet bis ins Carmel Valley und bis in die Carmel Woods hinein verschlungene und teils schwer zugängliche Wege, an denen viele der Reichen und Schönen leben. Der Rest, vor allem im Süden um die Mission herum, wirkt der Topologie entsprechend organisch gewachsen.



Im Zentrum von Carmel gibt es alles für den täglichen Bedarf zu kaufen, aber auch alles, was Touristen begehren. Von Koffern über Mode, Mode, Mode bis hin zum fantastisch haltbaren Zahnkleber.
Gerade Zahnkleber suchten wir 2010 sehr dringend. Nicht nur irgendeinen Zahnkleber, sondern einen, der den abgebrochenen Zahn meiner Liebsten (siehe auch „Big Sur, Sebastian’s„) bis Wien an der geklebten Stelle halten konnte. In Carmel hatte die Suche ein Ende.

Apropos Suche: Eine Suche bei Nacht wäre schwierig: In weiten Teilen Carmels gibt es auch heute keine Straßenbeleuchtung, ohne Scherz. Das Sackerl vom Drug Store (links) versucht ohne Erfolg, mich Lügen zu strafen. Und Hausnummern suchst du in den meisten Stadtteilen Carmels vergebens. Da staunen wir Bauklötze.
Parkuhren gibt es auch keine in Carmel, was uns weniger stört. In der Zeit von Dezember 2014 bis Juni 2015 hat man zwar einen Pilotversuch in der Ocean Avenue lanciert, danach wurden die Parkuhren aber wieder abgebaut. Noch eine Besonderheit in Carmel: Parke immer am rechten Straßenrand! Als ich zu unserem Auto gehe, um die Kamera aus dem Kofferraum zu befreien, warten schon zwei Ordnungshüter auf mich. „It‘s your car?“ Ja, schon. „Do you see all the cars parking?“ Ja, schon. „They are all parking in driving direction.“ Aha. Nur rechts zufahren gilt. Ich darf umstellen, ohne ein Ticket zu bekommen. Man ist hier freundlich zu Zugereisten.
Nur dass meine Liebste in Carmel-by-the-Sea High Heels nicht ohne Bewilligung – die bekommst du bei Bedarf kostenlos in der City Hall – tragen darf, geht spurlos an uns vorbei. Dieses seltsame Gesetz stammt noch aus den 1920ern und sollte Schadenersatzklagen an die Stadt verhindern. So manche Trägerin war über eine der vielen Baumwurzeln gestolpert, die reichlich Fußgänger zur Verzweiflung bringen.
Von wegen Baumwurzeln: Neue Häuser dürfen in Carmel-by-the-Sea nur um Bäume herum gebaut werden. Der Charakter der Kleinstadt ist aber auch bisher bereits von Bäumen geprägt. Ich kenne keine andere Stadt, die von oben und auch aus der Fußgängerperspektive aussieht, als würde der Urwald nach ihr greifen.
Geschichte und Entwicklung von Carmel
Als Europäer Mitte des 16. Jhdts. erstmals in die Nähe des heutigen Carmel kamen, lebten hier schon seit langer Zeit etwa 300.000 Eingeborene, Menschen, die wir heute als „Ohlones“ (früher auch als „Costanoans“ = „die an der Küste leben“) bezeichnen. Der erste Kontakt mit Europäern ist für den 16. Dezember 1602 belegt, als der Spanier Sebastián Vizcaíno mit 200 Mann und einigen Geistlichen in der Bucht von Monterey landete. Vizcaíno zeichnete eine Karte der Bucht und kehrte nach nur drei Wochen nach Mexiko zurück, um von der Expedition zu berichten.
Trotz vieler spanischer Expeditionen in den Folgejahren wurde die Gegend erst sehr spät von Europäern besiedelt. Ausschlaggebend war die Angst der Spanier, Russen oder Briten könnten ihre Ansprüche in Nordamerika ausweiten. 1769 erfolgte daher der Startschuss für die Errichtung von Missionen und Militärstützpunkten von San Diego aus nach Norden. Begleitet wurde die Expedition vom Franziskaner-Pater Junipero Serra, der eine der bestimmenden Figuren bei der Errichtung von Missionen in Kalifornien werden sollte.
Die Mission San Carlos Borromeo de Carmélo – ich denke, jetzt erschließt sich auch die Betonung von Carmel auf dem „e“ – wurde am 3. Juni 1770 gegründet. Ihr erster Standort war im heutigen Monterey, nahe des Presidio. Sie wurde allerdings von Pater Serra kurz nach der Gründung ins heutige Carmel verlegt, um der andauernden Konfrontation mit dem Festungskommandanten und seinen Leuten aus dem Weg zu gehen. Im Dezember 1771 war die Umsiedlung beendet, und eine erste Kirche, deren Wände wie die der restlichen Gebäude aus einfach verputztem Lehm bestand, war fertig. Später wurde die Kirche durch einen etwas solideren Holzbau ersetzt, der so lange in Betrieb war, bis die aus Stein erbaute Kirche betriebsfertig war.
Pater Serra nutzte die Mission San Carlos Borromeo de Carmélo Zeit seines restlichen Lebens als Hauptquartier und gründete und betreute von hier aus weitere sieben Missionen in Kalifornien.

Sowohl die Ohlones als auch benachbarte Stämme wurden zum großen Teil christianisiert und betrieben als Arbeitskräfte die Mission. 1784 starb Pater Serra, 1785 übernahm Pater Fermin Francisco de Lasuén seinen Posten als „Chef“ der kalifornischen Missionen. Er revolutionierte den Missionsbau und begann 1793 auch in Carmel mit dem Bau einer Kirche aus Sandstein. Anders als bei anderen Missionen der Gegend trug in der Mission San Carlos Borromeo de Carmelo ein Steinmetzmeister aus Mexiko, Manuel Estevan Ruiz, die Verantwortung für Planung und Errichtung der Kirche. Der Defacto-Neubau der Mission mit allen Nebengebäuden – Schule, Schlafräume, Getreidespeicher und Geschäfte – war 1815 abgeschlossen und wurde mit einem großen Dankgottesdienst gefeiert.
Der Mexikanische Unabhängigkeitskrieg von 1810 bis 1821 änderte alles und brachte eine neue Verwaltung. Der legalisierte Handel mit ausländischen Schiffen in Monterey und San Francisco belebte die Wirtschaft. Die Händler tauschten Tee, Kaffee, Kleidung und Lederwaren gegen Talg und Tierhäute. In der Küstenregion entwickelten sich viele lebhafte Handelsplätze. Die Missionen verlegten sich auf die Versorgung von Händlern und Siedlern. El Camino Real, die Straße, die die Missionen verband, wurde zur beliebten Reiseroute.
Eine weitere essenzielle Veränderung betraf die Säkularisierung der Missionen ab 1822, mit der sich die bürgerliche Gesellschaft und Regierung der religiösen Kontrolle entzogen. Waren zuvor die Missionen verlängerte Arme der Regierung, wurden nun Kirche und Staat streng getrennt. Die Missionen wurden zu schlichten Pfarrkirchen, und das umliegende Land wurde neu verteilt. In dieser Zeit wurde die Mission San Carlos Borromeo de Carmélo fast vollständig verlassen und verfiel zusehends, die San Carlos Church in Monterey wurde das neue Zentrum für Kirchenarbeit. Eine Restaurierung der Ruinen erfolgte erst ab 1884.
1824 trat ein weiteres neues Gesetz in Kraft: Jedermann, egal ob Einheimischer oder Fremder, konnte Land, das „niemandem“ gehörte, für sich beanspruchen. Nach einer Prüfung eventuell anderer Ansprüche wurde es ihm zugesprochen. Eine Voraussetzung war, dass das Land eine festgelegte Mindestentfernung zu Missionen und Siedlungen indianischer Eingeborener hatte. Eine andere, dass auf diesem Land ein Haus gebaut und mindestens 100 Stück Vieh gehalten werden mussten.
Einige große Ranches wurden auf diese Weise rund um die Mission in Carmel gegründet. Südlich des Rio Carmélo lag die Rancho San Jose y Sur Chiquito, im Norden der Mission die Rancho El Pescadero, welche auch den Del Monte Forest, den Cypress Point und die heutige Gemeinde Pebble Beach umfasste. Ebenfalls südlich des Rio Carmélo lag auch die Rancho El Potrero de San Carlos, die sich über etwa 17,5 km² erstreckte, welche zuvor von der Mission landwirtschaftlich genutzt worden war. Die Rancho Cañada de la Segunda übernahm Land östlich der Mission. Diese Landnahmen rund um Carmel waren im Wesentlichen bis 1839 abgeschlossen.
Es kamen noch einige kleinere Ranches dazu, als Beispiele mögen die Rancho Manzanitas von Honoré im Norden der Mission und die Mission Ranch von John Martin, einem Schweißer, unmittelbar südlich davon, genannt werden. Diese beiden Ranches begründeten eigentlich das heutige Carmel.
Escolle, ein französischer Einwanderer, war in Monterey reich geworden. Er betrieb die erste kommerzielle Bäckerei, den ersten Keramikofen und die erste Ziegelfabrik in Zentral-Kalifornien. Seine Nachkommen, die Mitglieder der Familien Tomlinson und Del Piero, leben heute noch in der Region.
1888 kaufte Santiago Duckworth, ein junger Landentwickler, 1,3 km² Land von Escolle und parzellierte es. Ein Jahr später waren 200 Grundstücke verkauft. In den frühen 1890ern ereilte aber auch Duckworth die Rezession, und Abbie Jane Hunter versuchte, mit Geld auszuhelfen. Sie war eine außergewöhnliche Frau und Gründerin der Women’s Real Estate and Investment Company. Sie hatte mit ihrem Onkel, Delos Goldsmith, das erste Badehaus in Carmel errichtet. Später, als Hunter Partnerin von Duckworth war, bauten sie und ihr Onkel auch das Hotel Carmélo.
Bis 1895 hatten sie mehr als 300 Parzellen verkauft, dann mussten Duckworth und Hunter aufgeben. 1902 übernahm James F. Devendorf die verbliebenen Grundstücke und gründete zusammen mit Frank H. Powers, einem Anwalt aus San Francisco, die Carmel Development Company. Devendorf war es auch, der das frühe Carmel entwickelte. Die Siedlung bekam den Namen Carmel, obwohl früher ein Gebiet etwas südöstlich des heutigen Carmel so genannt worden war. Der Name „Carmel-by-the-Sea“ taucht erstmals um die Jahrhundertwende auf einer Werbepostkarte von Abbie Jane Hunter auf.
Das Geschäft mit den Parzellen in und um Carmel lief schleppend – bis 1906 das große Erdbeben San Francisco fast vollständig in Schutt und Asche legte. Vor allem Künstler und Handwerker kamen nach Carmel auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Und man bot den Neuankömmlingen tolle Konditionen. Hatte Carmel bis 1905 nur 75 ständige Bewohner, stieg die Zahl bis 1913 auf 550. Und schon damals kamen tausende Touristen jährlich nach Carmel.
Trotz dauerhaften Wachstums von Carmel blieb es auch 1940 bei 2.837 Einwohnern. Die geringe Größe der Stadt half, ihre teils doch recht verschrobenen Eigenheiten beizubehalten: Es gab (und gibt großteils bis heute) keine Hausnummern und keine Straßenbeleuchtung. Das schwarze Brett der Gemeinde diente als zentrale Anlaufstelle für Dorftratsch und jedwede soziale Aktivität, Telefon gab es in Carmel ewig lang nur per Vermittlung, kein Telefon dort brauchte eine Wählscheibe.
Als 1937 der Highway 1 endlich eine durchgehende Verbindung vom Süden bis zur Halbinsel von Monterey schaffte, war Carmels Ruf als Feriendestination gefestigt.
Der Arts and Crafts Club in Carmel erreichte 1914 bereits nationales Interesse. Hier schrieben Jack London, Mary Austin, Nora May French, Robinson Jeffers, Sinclair Lewis, George Sterling und sein Protegé Clark Ashton Smith sowie Upton Sinclair. Die bildenden Künste wurden in den 1920ern von Anne Bremer, Ferdinand Burgdorff, E. Charlton Fortune, Arnold Genthe, Percy Gray, Armin Hansen, Alice MacGowan, Charles Rollo Peters, William Frederic Ritschel und Sydney Yard vertreten.
Bis heute ist Carmel liebenswert geblieben, mit eigenem Charme und vielen künstlerischen Aktivitäten.
Strandleben
Carmel-by-the-Sea ist aber auch ein Paradies für Hunde. Kaum eine andere Stadt ist so hundefreundlich. Fast jedes Hotel erlaubt Hunde. In der Stadt müssen Hunde angeleint bleiben, aber am Strand dürfen sie frei laufen. Und das wird ausgenutzt!

Heute machen wir einen Abstecher an die Küste, an den Strand von Carmel. Nicht unbedingt der Hunde wegen, wir wollen eine andere Seite von Carmel entdecken. Eine Meerjungfrau aus Sand. Der Künstler sitzt neben seiner Schöpfung und lässt uns wissen, dass er jeden Tag hier eine neue Skulptur aus Sand formt.
Ein paar Schritte weiter toben junge Hunde am Strand. Alles easy, die Siebzigerjahre wirken hier auch heute noch authentisch.



Carmel und das Umland – Carmel Highlands, Point Lobos, 17 Mile Drive, Monterey und der von Los Angeles durchgehend bis hierher reichende Los Padres National Forest – wären einen eigenen mehrwöchigen Urlaub wert. Wäre die Flugzeit von Wien aus doch nicht so lang!
17 Mile Drive

Zwischen Carmel und Monterey liegt eine der schönsten Halbinseln unserer Erde. Sie wurde bereits 1602 von spanischen Forschern entdeckt und kartografiert. Heute ist die größte Siedlung der Monterey-Halbinsel, die Pebble Beach Community, im Besitz der Pebble Beach Company („Pebble Beach“ bedeutet übrigens „Kieselstrand“). Die mittleren und großen Kieselsteine liegen an fast jedem Strandabschnitt. Und weil wir heute schon mal über Clint Eastwood geredet haben: Er besitzt nicht nur die Mission Ranch in Carmel, er ist auch Mitbesitzer der Pebble Beach Company.
Die Halbinsel war 1880 von der Pacific Improvement Company (PIC), einem Konsortium der Big Four, erworben worden. Die Erschließung erfolgte vom 1880 eröffneten Hotel Del Monte in Monterey aus. Dort, in ihrem eigenen Hotel, beschlossen die „Big Four“, die vier Eisenbahn-Barone, die gemeinsam die Central Pacific Railroad gebaut hatten, eine Straße zu errichten, die die Halbinsel für ihre Gäste erreichbar machen sollte.
1892 entstand die landschaftlich besonders schöne Aussichtsstraße, die entlang der Strände und durch die Wälder zwischen Monterey und Carmel führt. Heute wird sie nicht mehr von Gästen des Del Monte besucht, weil dieses Hotel heute „Hermann Hall“ heißt und der US Navy gehört, ist aber weiterhin die Attraktion der Region. Ein Klassiker, vor allem für Touristen, gegen Gebühr: Heute haben wir USD 10 zu entrichten.

Einheimische kennen auch die überraschend vielen Seitenwege und kleinen Gassen, entlang derer sie selbst wohnen. Obwohl die Halbinsel für Touristen nach wilder Frische riecht, ist sie dicht besiedelt. Nicht nur im Norden, in Pacific Grove und Monterey, wo die Verbauungsdichte am höchsten ist, auch in Pebble Beach, im Süden und Westen der Halbinsel. Für unsereiner sind die meisten Häuser fast unsichtbar hinter Wald, Wald und Wald versteckt. Und damit sich Besucher nicht in die Wohngebiete verirren, um dort ansässige Betuchte beim Geldzählen zu stören, ist der 17 Mile Drive durchgehend mit einer roten Linie markiert.

Wir sind hier zum dritten Mal. Und – Markierung hin oder Altersdemenz her – es ist das erste Mal, dass wir uns verfahren. Aber kräftig auch noch. Hätte uns nicht ein englischer Lord, leitender Angestellter eines Golfplatzes, den Weg gewiesen, wir würden dort auch noch in ein paar Jahren fahren.
Grundsätzlich beginnt der 17 Mile Drive beim Del Monte Boulevard nahe der Spray Street. Er führt zunächst nach Süden, um dann nach Südwesten abzubiegen. Ab dem letzten Drittel der Spanish Bay bleibt der 17 Mile Drive bis zum Cypress Point Golf Course immer in Küstennähe. Dann führt er durch den Golfplatz nach Süden, um sich nach Crocker Grove der Küste wieder eng zu nähern.
Nach Pescadero Point biegt der 17 Mile Drive nach Norden, bei der Kreuzung mit dem Cypress Drive und dem Stevenson Drive dann ab nach rechts, nach Nordosten, um beim Peter Hay Golf Course eine scharfe Kurve nach rechts, Richtung Osten, später Südosten, zu nehmen. Kurz vor Carmel windet sich die Aussichtsstraße wieder nach Nordnordosten, um im Desaster des Cabrillo Highways rund um den Pacific Grove-Carmel Highway zu enden.
Wir allerdings entern den Parcours diesmal im Süden, beim Carmel Gate, und streben nach einigen Verirrungen gen Norden, am Samuel F. B. Morse Gate vorbei zum ersten Aussichtspunkt.
Shepherd‘s Knoll
Von hier aus hast Du einen wunderbaren Blick über die Bucht von Monterey und auf die Santa Cruz Mountains.
Huckleberry Hill
Der Huckleberry Hill liegt etwas weiter nördlich und ist einer der höchsten im Del Monte Forrest. Er wurde nach den dort zahlreich wachsenden Heidelbeeren benannt. Danach schlängelt sich unser Weg nach Westen.
Poppy Hills Golf Course
Er war 2009 einer der drei Golfplätze auf der Halbinsel, auf denen jährlich das AT&T Pro-Am Golfturnier ausgetragen wird. Der private und heute noch existente Cypress Point Golf Club hatte afroamerikanischen Spielern den Zutritt verweigert, daher kam Poppy Hills zum Zug. Nachdem aber die Spieler Poppy Hills wegen der schlechten Platzverhältnisse ablehnten, blieb es bei diesem einen Mal.

Wenn du es noch nicht bemerkt hast: Die Monterey-Halbinsel ist ein Eldorado für Golfspieler. Sie verfügt – bis nach Pacific Grove und Monterey – über insgesamt acht Golfplätze auf engstem Raum. Das soll mal jemand nachmachen!
Wir fahren nun nach Norden und kommen zunächst zum Hotel
The Inn & Links at Spanish Bay
Diese beeindruckende Hotelanlage wurde von der Pebble Beach Company im Jahr 1987 speziell für die Bedürfnisse von Golfspielern konzipiert und errichtet. Auch ein sehr gepflegter Golfplatz gehört zur Anlage.
Wir gehen von dort aus nur wenige Schritte bis zum Pazifik.
Spanish Bay
An dieser Stelle, rechts im Bild, lagerten im Jahr 1769 der spanische Entdecker Gaspar de Potolá und seine Mannschaft, als sie auf der Suche nach der Bucht von Monterey waren. Die Restless Sea, siehe weiter unten, war ein sehr schwieriges Gebiet, um anzulegen.

Wie zuvor schon so viele Seefahrer vor und nach ihm, die auf dem Weg nach Norden waren und die Klippen von Point Joe gut umschifft hatten, wähnte sich auch Gaspar de Potolá endlich an seinem Ziel und hielt diesen Platz für die Bucht von Monterey.
Von der Spanish Bay wenden wir uns weiter nach Westen. Dort liegt unser nächstes Ziel.
The Restless Sea & Point Joe
Hier, vor Point Joe, treffen zwei Meeresströmungen aufeinander. Das ergibt wilde Brandung bei jedem Wetter.
Die kleine Landzunge, vor der die Restless Sea ihr Schauspiel liefert, „Point Joe“ genannt, wurde vielen Seefahrern zum Verhängnis, die sich schon in der Bucht von Monterey wähnten.


Weiter geht‘s nach Süden, immer entlang der Küste.
China Rock
Dieser herrische Felsen ist nach den chinesischen Fischern benannt, die hier und am Point Joe im späten 19. und beginnenden 20. Jhdt. ihre kleinen Fischerdörfer errichteten.

Sie behaupteten sich dort lange Zeit trotz der im beginnenden 20. Jhdt. aufkommenden anti-chinesischen Strömungen, die von europäisch-stämmigen Einwohnern geschürt wurden. Heute ist von den Fischerhütten nichts mehr zu sehen.
Bird Rock

Der Felsen vor der Küste und die Küste selbst sind immer gespickt voll mit Vögeln. Von Frühling bis Sommer gesellen sich Kormorane und Pelikane zu den vielen Möwen.

Californian Ground Squirrel
In der Nähe des Bird Rocks erwartet uns heute auch „Hansi“, den wir zwar im Herbst 2009, nicht aber im Frühjahr 2010 getroffen haben.

Du warst schon mal in Aflenz, im Kurpark? Ruf dort einmal „Hansi!“, und du wirst erleben, was es bedeutet, unter Eichhörnchen begraben zu werden. Hier ist das nicht ganz so schlimm, die Tiere kommen auch nicht auf Zuruf. Aber sie sind nicht scheu, kommen ganz nahe heran. Außerdem wissen sie genau, dass sie vieeel schneller sind als jeder dieser plumpen Menschen.
Wahrscheinlich ist der Hansi heute, den du unterhalb bewundern kannst, nur ein entfernter Verwandter des 2009er-Hansis (oberhalb), aber eben doch ein echter Californian Ground Squirrel (kalifornisches Erdhörnchen).


2009 waren seine Bewegungen einfach zu schnell für meine Kamera, die damals nur auf 1/1000 sek eingestellt war. Und da fragt doch immer wieder jemand, wozu schnellere Verschlusszeiten überhaupt benötigt werden.
Gut, andererseits reicht für die unzähligen Vögel, die dir dort, wenn du nicht aufpasst, wortwörtlich auf die Zehen steigen, eine Verschlusszeit von 1/30 sek locker.

Die rühren sich nicht, wenn du Zentimeter von ihnen entfernt vorbeigehst. Bleibst du stehen, latschen sie dir auch über die Füße.
Seal Rock
Ein beliebter Treffpunkt für Robben. Und ein schöner Aussichtsplatz. Gleich am Strand, ein paar Schritte weiter, findest du auch einen begehrten Picknickplatz mit vielen Bänken für Ausflügler. Trotzdem nicht einfach, einen freien Platz zu finden, wenn das Wetter halbwegs passt. Der Seal Rock ist auch ein schöner Platz zum Wohnen.

Spyglass Hill Golf Course
Dieser Golfplatz ist ebenfalls Teil der AT&T Pro-Am. Der Spyglass Hill Golf Course wurde von Robert Trent Jones entworfen und 1966 eröffnet. Seinen Namen hat er von Robert Louis Stevensons Novelle „Treasure Island“ („Die Schatzinsel“). Der Spyglass Hill Golf Course gilt als einer der schwierigsten Golfparcours der Welt.
Fanshell Beach
An diesen fast weißen Sandstrand mit wilden dunklen Felsen rundum kommen im Frühling und im Frühsommer viele Seehunde, um ihre Jungen zu gebären. Von April bis Juni ist dieser Strandabschnitt daher für Touristen gesperrt. Heute hatten wir Zutritt.

Cypress Point Golf Course
Über diesen Golfplatz haben wir bereits gesprochen. Er wurde schon in den 1990ern vom AT&T Pro-Am Golfturnier ausgeschlossen, weil damals schwarze Golfer keinen Zutritt hatten, hat aber eine landschaftlich tolle Lage direkt an der Nordküste.

Das kniffligste Loch ist #16, das einen 231 Yard-Abschlag über den Pazifik auf ein mittelgroßes, von strategisch platzierten Bunkern umgebenes Grün erfordert. Ja, der Pazifik ist an der Stelle voll von Golfbällen.
Jedenfalls eine der schönsten Golfanlagen weltweit und in allen bedeutenden Listen unter den Top 100, einige Male sogar unter den Top 3, gereiht.
Cypress Point Lookout
Seit über 100 Jahren ist dies einer der schönsten Aussichtspunkte für einen Blick auf die Pazifik-Küste. Zutritt ist allerdings nur über den Golfplatz möglich. Und der wird streng bewacht und von Nicht-Mitgliedern freigehalten.
Crocker Grove
In der Nähe des Cypress Points liegt dieses kleine Wäldchen. Es wird begrenzt vom 17 Mile Drive, der Portola Road und der Madre Lane.
Benannt wurde dieser Hain nach Charles Crocker, einem Eisenbahn-Pionier und Gründungsmitglied der Pacific Improvement Company, einem Vorläufer der Pebble Beach Company.
Im Crocker Grove wachsen zahlreiche Arten von Kiefern und Zypressen. Die Monterey-Zypresse war ursprünglich auf dieses winzige Waldstück begrenzt. Sie wurde später aber, mit mehr oder weniger Erfolg, großflächig entlang der kalifornischen Küste angebaut. Überlebt hat sie letztlich nur in der Point Lobos State Reserve und hier.
The Lone Cypress
Seit etwas mehr als 250 Jahren steht die „einsame Zypresse“ auf ihrem Felsen und widersteht den pazifischen Stürmen. Zum Schutz wurden jedoch vor einigen Jahren Zäune errichtet. Die Zypresse selbst wird mittlerweile mit Stützmauer und Kabeln an ihrem Platz gehalten.

Achtung: Die Lone Cypress ist das registrierte und geschützte Markenzeichen der Pebble Beach Company, welche streng über jede Abbildung ihres Logo-Baums, die ihre Interessen (im Kontext mit kommerziellen Produkten) berühren könnte, wacht.
Jedes kommerziell verwendete Foto kann in den USA mit einer Strafzahlung von USD 100.000 geahndet werden. Und das sind keine leeren Worte, wie bereits ergangene Urteile bestätigen. Viele Unternehmen können bereits davon berichten, wie gut die Anwälte der Pebble Beach Company arbeiten.
Es befinden sich entlang des Zaunes an diesem Aussichtspunkt diverse Hinweisschilder, die anmerken, dass Veröffentlichungen von Fotos, Zeichnungen oder Skizzen des Baumes ohne schriftliche Genehmigung der Pebble Beach Company nicht gestattet sind. Wir waren nicht nahe genug dran, um diese Schilder sehen zu können, aber trotzdem empfiehlt sich Vorsicht.
The Ghost Tree
Diese vor vielen Jahren bereits abgestorbene Monterey Zypresse hat durch Witterungseinflüsse und Salzwasser einen mittlerweile fast weißen Stamm – auch wenn von diesem nicht mehr viel übrig ist. Der untere Stammrest bildet einen Durchgang, vor dem wir auch heute, wie in jedem Besuchsjahr, ein Foto machen. Unschwer zu erkennen, wann wir bei unseren Besuchen das mit Abstand beste Wetter hatten:



Auf Fotos von Touristen werden auch andere abgestorbene Zypressen als „Ghost Trees“ angeboten, es gibt davon schließlich reichlich. Aber kaum ein anderer Baum ist so geisterhaft ausgebleicht wie dieser.
Pescadero Point

Der nördlichste Punkt der Carmel, ebenfalls mit abgestorbenen Zypressen in verschiedenen Stadien des Ausbleichens. Dazu noch Felsen, die hier aber rundgeschliffen und an der Landseite mit rostrotem Moos bewachsen sind.


The Lodge at Pebble Beach
Die Lodge wurde 1919 als Zentrum des Pebble Beach Golf Links erbaut. Ein exklusives Hotel, Golfplatz, Tennisplätze und The Lodge Retail Arcade mit interessanten Geschäften (Bild unten und rechts).


Peter Hay Golf Course
Der einzige 9 Loch-Golfplatz der Halbinsel ist der Peter Hay Golf Course. Richard MacDonald erstellte dort für die 100. US Open in Pebble Beach eine 11,2 Tonnen schwere Skulptur aus Bronze.
Pebble Beach Equestrian Center
Hier werden jedes Jahr Reitveranstaltungen abgehalten.
Aufgefallen ist uns bei dieser Rundfahrt: Heuer stehen erstaunlich viele Häuser in der Nähe des 17 Mile Drives zum Verkauf. Ob die Krise auch hier ein wenig Reichtum hinweggerafft hat?
Monterey
Nachdem wir so lange gebraucht haben, auf dem 17 Mile Drive den richtigen Weg zu finden, sind wir spät dran. Wir statten der geschichtlich interessanten Stadt Monterey, die viele als künstlerisches Zentrum kennen, einen Kurzbesuch ab.

Hier, in dieser 27.800 Einwohner-Stadt, findet jährlich das 1958 von James L. Lyons und dem Jazzkritiker Ralph J. Gleason gegründete Monterey Jazz Festival statt. Im ersten Jahr traten Jazz-Größen wie Dizzy Gillespie, Louis Armstrong, Charles Mingus („Mingus at Monterey“) und Billie Holiday auf. Auch heute sind die Stars dort auf der Bühne zu finden.
Rund um das Konzertprogramm finden Workshops, Publikumsdiskussionen und Ausstellungen statt. Die Erlöse des Jazz Festivals – seit Jahren im sechsstelligen Dollarbereich – kommen Jazz-Förderprogrammen in den gesamten Vereinigten Staaten zugute.
Wir haben leider viel zu wenig Zeit für Monterey, schaffen es gerade noch, die Colton Hall, in der die erste kalifornische Verfassung beraten wurde (heute ein Museum, vor dem lebensgroße Bärenskulpturen miteinander spielen) sowie das Museum of Art, ebenfalls an der Pacific Street gleich gegenüber gelegen, von außen zu sehen.
Eine Straße weiter, in der Calle Principal, und ein paar Schritte nach Norden finden wir das Larkin House, das erste zweistöckige Gebäude der Stadt und das erste mit einer Feuerstelle innerhalb des Hauses.
Das Larkin House wurde 1835 von Thomas Oliver Larkin, einem bedeutenden Händler und dem „ersten und einzigen US-Konsul unter mexikanischer Herrschaft“, errichtet. Das Design des Hauses kombiniert spanische Kolonialbauweise mit architektonischen Details aus New England.
Das Larkin House wurde sehr schnell zum gesellschaftlichen Zentrum Montereys, viele wichtige Entscheidungen, die Region betreffend, wurden dort bei privaten Veranstaltungen getroffen.
Heute ist das Larkin House sowohl ein National als auch ein California Historical Landmark und Teil des Monterey State Historic Parks. Für mich besonders interessant ist die Information, dass dieses geschichtlich interessante Haus, nachdem es durch viele Hände gegangen war, 1922 über Alice Larkin Toulmin, eine Enkelin von Thomas Oliver Larkin, wieder in Familienbesitz kam.
Die Geschichte von Monterey
Die abstrusesten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Kein Märchenerzähler hätte solche Details erfinden können. Deswegen erlaube mir bitte, zeitweilig auch etwas abzuschweifen. Es beginnt ganz harmlos:
Die Bucht von Monterey wurde schon viele Jahrtausende, bevor sie von Europäern entdeckt wurde, von indianischen Ureinwohnern besiedelt. Sie lebten vorwiegend von Fischfang und Getreideanbau. Und das etwas über 13.000 Jahre lang ungestört von ausländischen Touristen.
1542 wurde die Bucht von Monterey von Rodriguez Cabrillo, dem portugiesischen Navigator unter spanischer Flagge und Entdecker Kaliforniens, gesehen und „Baia de los Pinos“ („Die Bucht der Pinien“) benannt. Es war die erste dokumentierte Sichtung der Bucht. Dann passierte viele Jahre nichts, was die beschauliche Ruhe störte.
Sechzig Jahre später, 1602, landete der spanische Entdecker Sebastián Vizcaíno in der Bucht. Er blieb nicht lange, kartografierte aber die Bucht mit ihrem natürlichen Hafen. Vizcaíno hatte keine Ahnung, dass der Bucht schon ein Name gegeben war und benannte sie zu Ehren des Gaspar de Zúñiga y Azevedo, den Grafen von Monte Rey und Vizekönigs von Neuspanien, „Monterey“. Dann geschah wieder fast 170 Jahre lang nichts. Friede im Paradies.

Erst 1769 kamen wieder Fremde in die Bucht. Gaspar de Portolá y Rovira, spanischer Soldat und Verwalter in Neuspanien, erreichte mit der ersten großen Expedition auf dem Landweg von San Diego nach Francisco die Bucht von Monterey. Er hatte die Karten von Sebastián Vizcaíno zur Verfügung. Obwohl seine Männer das Ufer mehrfach abschritten, erkannten sie die Bucht wegen des dichten Nebels nicht und marschierten weiter nach San Francisco. Wieder nur ein Kurzurlaub. Das war die erste, beileibe nicht die einzige, kuriose Episode in der Geschichte von Monterey.
Gaspar de Portolá war schon wieder in San Diego, als er 1770 endlich überzeugt werden konnte, damals doch die Bucht von Monterey gefunden zu haben. Also begab er sich nochmals auf den Weg und erreichte die Bucht mit einer zweiten Expedition ein weiteres Mal. Pater Junipero Serra kam mit dem Schiff. Diesmal war das Wetter schön, die Küstenlinie mit dem natürlichen Hafen gut erkennbar. Der Jubel war groß, eine Dankesmesse wurde gefeiert.
Portolá und Serra beanspruchten das Land für die spanische Krone. Als Datum für die Stadtgründung gilt der 3. Juni 1770. Die ersten Bauwerke waren die Festungsanlage (Presidio) und die Mission San Carlos Borromeo de Carmélo (siehe auch im Kapitel „Carmel“).
Die Mission blieb nur kurz in Monterey, sie wurde im nächsten Jahr an ihren heutigen Standort in Carmel verlegt. Warum? Weil sich Pater Serra nicht mit dem Kommandanten verstand, der sich immer wieder in die Belange der Mission einzumischen versuchte. Auch nicht ganz üblich, gell?
Es dauerte nicht lange, und Monterey wurde 1776 anstelle von Loretto (im heutigen Mexiko) zur Hauptstadt von Alta und Baja California ernannt. Später war Monterey kurze Zeit sogar Hauptstadt des US-Bundesstaates Kalifornien.
1776 erreichte auch ein Treck mit 240 Siedlungswilligen unter der Führung von Captain Juan Bautista de Anza endlich Monterey. Die Expedition war 3.300 km vom mexikanischen Tubac aus unterwegs gewesen.
Die alte Kapelle, die noch Pater Serra geweiht hatte, war 1789 abgebrannt. Südlich des Hafens wurde daher in den Jahren 1791-94 die neue Kirche, diesmal bereits aus Sandstein, errichtet. Die Royal Presidio Chapel steht heute noch und ist unter dem Namen „San Carlos Cathedral“ das älteste Gebäude in Monterey.
1793-94 wurde auch El Castillo auf einer uralten Siedlung der eingeborenen Amerikaner erbaut. El Castillo war eine militärische Befestigungsanlage, die gute Übersicht über den Hafen von Monterey bot und diesen absichern sollte. Ober- und Unterkalifornien („Alta California“ und „Baya California“) wurden 1804 getrennt.
Alta California war damals ein riesengroßes Gebiet, wesentlich größer als das heutige Kalifornien und umfasste ein Gebiet, das dem der heutigen Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah, Arizona entspricht und zusätzlich Teile von Wyoming, Colorado und New Mexico mit einschloss. Die Aufteilung auf verschiedene Bundesstaaten fand erst nach dem Amerikanisch-Mexikanischen Krieg statt und erfolgte 1850.
Monterey, seit 1776 Hauptstadt von Alta und Baja California, wurde 1804 Hauptstadt von Alta California und verblieb unter spanischer Oberhoheit.
Monterey ist sich seiner geschichtlichen Bedeutung wohl bewusst. Ein „Path of History“ ist das sichtbare Zeichen. Auf einer markierten Route von etwas mehr als 3 km findet Ihr dort 62 historische mit plakette markierte Sehenswürdigkeiten.

Im Boden eingelassene Tafeln erzählen in kurzen Worten, worum es geht. Einige dieser Tafeln habe ich für Euch zusammengestellt:

























Zurück zur Chronologie unserer Geschichte: 1818, während den Wirren des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges, landet Hippolyte Bouchard, ein französischstämmiger Argentinier und sehr erfolgreicher Freibeuter, in Monterey. Er war Zeit seines Lebens auf der Suche nach spanischen Herrschaftsgebieten, die er – zunächst unter argentinischer, später auch unter chilenischer Flagge – überfallen und ausplündern konnte. In Argentinien gilt er heute noch als Volksheld, einige Straßen sind nach ihm benannt.
Nach einigen Scharmützeln in Hafennähe, bei denen eine Fregatte verlorenging, landete Bouchard mit 200 Mann etwa 7 km vom Fort entfernt in einer versteckten Flussmündung. Nur 130 seiner Männer waren mit Gewehren bewaffnet, der Rest trug Speere. Es gab wenig Widerstand, und Bouchard hisste die argentinische Flagge. Seine Männer nahmen das Vieh, brannten das spanische Fort, das Artillerie-Hauptquartier, die Residenz des Gouverneurs und die spanischen Häuser der Stadt nieder, die Bewohner blieben verschont.
Sechs Tage nach der Einnahme verließ Bouchard mit seinen Männern Monterey und segelte nach Santa Barbara. Eine große Ranch in der Nähe, die einem Unterstützer Spaniens gehörte, wurde zerstört. Die Stadt Santa Barbara traute er sich nicht anzugreifen. Durch sein Fernglas sah er immer wieder Soldaten in verschiedener Kleidung, es schienen ihm hunderte zu sein. In Wahrheit waren es dieselben 30 Soldaten, die ihm schon in der Nähe von Monterey begegnet waren. Damals hatten diese sich vor der Übermacht zurückgezogen, nachdem sie zwei seiner Leute gefangengenommen hatten. Diesmal hatten sie aber eine Idee…
In der Festung bei Santa Barbara wusste der Kommandant genau, wie unterlegen er den Piraten war. Er ließ daher die Soldaten immer dann, wenn sie hinter einem der Wachtürme Deckung hatten, die Kleidung wechseln und erst dann wieder die Patrouillen aufnehmen. Infolgedessen wendete sich Bouchard von Santa Barbara ab und überfiel die südlich gelegene Mission San Juan Capistrano, die er, wie schon Monterey, ebenfalls plünderte.
In den beginnenden 1820er Jahren kamen die ersten Schiffe von Boston in Monterey an, um für die Ostküste Tierhäute, Felle und Talg einzukaufen. Ein schwungvoller Handel mit diesen Produkten entstand. 1822 anerkannte Kalifornien die bereits 1821 erklärte Unabhängigkeit Mexikos von spanischer Herrschaft. Monterey blieb Hauptstadt von Oberkalifornien, jetzt aber unter mexikanischer Oberhoheit.
Die nächste Raubersg‘schicht, bei der Monterey mitmischte: 1827 wurde Jedediah Strong Smith, einer der erfolgreichsten Trapper und Entdecker seiner Zeit, von den Mexikanern in San Jose verhaftet und kurze Zeit in Monterey inhaftiert. Sie hielten ihn für einen amerikanischen Spion.
Jedediah Smith hatte seinen Kopf aus dem Maul eines Grizzlys gezogen und hatte trotz schwerer Verletzung überlebt. Er war der erste Weiße gewesen, der im Jahr zuvor den Landweg von den Rocky Mountains durch die Mojave-Wüste nach Kalifornien gefunden und dabei überlebt hatte. Und jetzt das!
Er blieb allerdings nicht lange im Gefängnis. Er wurde nach kurzer Zeit freigelassen und „dringend gebeten“, das Land schnellstens zu verlassen. Später war er auch noch der erste Weiße, der die Berge der kalifornischen Küstenkette durchquerte und von Süden her Oregon erreichte. Als Spätzwanziger setzte er sich zur Ruhe, er war schließlich mittlerweile wirklich reich geworden.
Dass er allerdings seinen Brüdern ein Geschäft in Santa Fé finanzieren wollte, wurde ihm zum Verhängnis: Auf dem Treck nach Santa Fè war er einmal in seinem Leben nicht auf der Hut. Als er sein Pferd tränken wollte und die Gelegenheit nutzte, auch selbst frisches Wasser zu trinken, übersah er einige Indianer – bis es zu spät zur Flucht war. In nur 31 Jahren hatte er bereits die Leben vieler Männer gelebt, seines endete jedoch hier.
Ein ganz wichtiges Ereignis in der Entwicklung Montereys: 1828 wurde der Hafen der Stadt zum einzigen Einfuhrhafen für Kalifornien erklärt. Alle Schiffe, die in Kalifornien ihre Waren verkaufen wollten, mussten nun zuerst Monterey anlaufen, ihre Fracht inspizieren lassen und Einfuhrzoll bezahlen.
Im Jahr 1842 erlebte Monterey wiederum Kurioses: Thomas ap Catesby Jones hatte schon als US Navy-Offizier im Krieg von 1812 mit England für die Vereinigten Staaten gekämpft. Irgendwie war er wohl seiner Zeit voraus, als er 1842 meinte, der Mexikanisch-Amerikanische Krieg (fand in Wahrheit von 1846-1848 statt) hätte schon begonnen.
Da wollte der Kommandant der United States Pacific Squadron doch gleich etwas Sinnvolles für sein Land tun. Er besetzte Monterey, um Kalifornien daraufhin für die Vereinigten Staaten zu beanspruchen. Das Ereignis dauerte nur einen Tag lang, dann erkannte er seinen Irrtum, entschuldigte sich und entschwand Richtung Hawaii. Als dann 1846 der Krieg tatsächlich begann, war es John Drake Sloat, der als Kommandant der Pazifischen Flotte den Job zu Ende brachte, die amerikanische Flagge hisste und Kalifornien als zu den Vereinigten Staaten gehörig erklärte. Im selben Jahr erschien die erste kalifornische Zeitung, „The Californian“, in Monterey.
Am 24. Januar 1848 baute James Marshall, wie an jedem Tag, in Coloma am American River an einer Sägemühle für John A. Sutter. Dieser war ein Schweizer deutscher Abstammung, der wegen seiner riesigen Ländereien, die er „Neu-Helvetien“ nannte, auch „Kaiser von Kalifornien“ genannt wurde.
Aber an diesem Tag war alles anders: Marshall fand zufällig einen kleinen Goldklumpen. Sutter versuchte zwar, den Goldfund geheim zu halten, aber am 14. Mai 1848 brachte Sam Brannan einen Artikel über den Goldfund in seiner Zeitung California Star. Die Rede des Präsidenten James K. Polk, die dieser am 5. Dezember 1848 vor dem Kongress hielt, gab Sutter den Rest. Diese Rede machte nicht nur die Goldfunde bei Coloma weltweit bekannt, sondern verstärkte so auch die Zuwanderung.
Jetzt war der Ansturm auf Sutters Land nicht mehr aufzuhalten. Halb Kalifornien stürmte Coloma, der Goldfund lockte sehr viele neue Einwanderer an. Der Goldrausch ging auch an Monterey nicht spurlos vorbei. Coloma war schließlich nicht weit entfernt. Monterey wurde nahezu vollständig verlassen, die meisten Einwohner zog es nach Nordosten, wo auch sie auf Gold hofften.
Im Goldrausch ging jede Ordnung zugrunde. Die Ländereien Sutters wurden überrannt, landwirtschaftliche Flächen zertrampelt und aufgegraben, sein Imperium brach zusammen. Auch wenn sein Anspruch auf Schadenersatz bei Gericht positiv beschieden wurde, bekam er defacto gar nichts. Der Schadenersatz hätte von den Goldgräbern bezahlt werden müssen. Die meisten hatten aber nicht mal mehr eine Unterhose, die man ihnen hätte ausziehen können, andere waren schon längst mit ihrem Gold verschwunden. So erging es Sutter und Marshall wie den meisten Goldgräbern auch: Beide starben Jahre später bettelarm.
Der Mexikanisch-Amerikanische Krieg war 1848 zu Ende. Das erste Postoffice auf kalifornischem Boden wurde 1849 in Monterey eröffnet. Das pazifische Postschiff „California“ erreichte den Hafen am 24. Februar 1849 und brachte die erste Post nach Monterey. Auch die erste Bücherei in Kalifornien wurde in diesem Jahr in Monterey eröffnet.
Im selben Jahr passierte aber noch Wichtigeres: In der eben erst fertiggestellten Colton Hall in Monterey tagte erstmals der California Constitution Convent. 48 Delegierte aus zehn Bezirken Kaliforniens debattierten sechs Wochen lang über die erste kalifornische Verfassung, die sowohl in Spanisch als auch in Englisch verfasst wurde. Am 9. September 1850 wurde Kalifornien als 31. Staat in die Vereinigten Staaten aufgenommen. Wie es die Convention schon vorgeschlagen hatte, wurde für kurze Zeit San Jose Hauptstadt Kaliforniens. 1854 wurde das von Sutter (siehe oben) gegründete Sacramento zur Hauptstadt von Kalifornien ernannt, was bis heute noch so ist.
Monterey hingegen blieb bis heute eines der bedeutendsten kulturellen Zentren an der Westküste. Als bekannteste Veranstaltung dürfte das Monterey Jazz Festival gelten, das jährlich am dritten September-Wochenende in Monterey stattfindet.

Wir gehen zurück zur Colton Hall, schräg vis-a-vis vom Museum of Art, wo unser Auto geparkt ist. Dann fahren wir nach Osten. Dort steht die San Carlos Cathedral, die auch unter dem Namen „The Presidio Chapel“ bekannt ist. Dazu findest du mehr im Informationskasten oberhalb.
Den Lake El Estero mit dem anschließenden Dennis the Menace-Park – nach der Comic-Figur benannt – und den beiden südlich davon gelegenen Friedhöfen – San Carlos Cemetery und St. Johns Cemetery – müssen wir leider unbeachtet passieren. Es geht am Hafen vorbei, zur Monterey Plaza.

Dort steht ein Hotel gleichen Namens mit Spa und einer schönen Terrasse. Eigentlich sind es mehrere, ganz verschiedene Ruhe- und Aussichtsplätze, die auf abgespannte Besucher, die nicht Hotelgäste sein müssen, warten. Dazu noch ein ausladender und sehr nett angelegter Gastronomie-Bereich, der von Bar bis Essen alles bietet, was das Herz des Gastes begehrt. Bei Aussicht aufs Meer lässt sich dort herrlich entspannen, Konsumation ist nicht erforderlich. Wir gönnen uns trotzdem einen Mangosaft.




Durch die Cannery Row schlendern wir zum Monterey Bay Aquarium. Das Gelände, auf dem sich das Aquarium befindet, liegt am nördlichen, dem Wasser zugewandten Ende des heutigen Touristenmagnets Cannery Row. Zu einem guten Teil liegt das Aquarium in der von Knut Hovden im Jahr 1916 errichteten fischverarbeitenden Konservenfabrik, die damals die größte und modernste der gesamten Cannery Row war.

Zu mehr reicht es heute leider nicht, denn es ist bereits nach fünf Uhr nachmittags. Bis zu unserem Tagesziel sind es noch gute 80 km oder, anders ausgedrückt, ein- bis eineinhalb Stunden Fahrtzeit. Gegessen haben wir auch noch nicht… Wir hätten für das Aquarium zumindest einen zusätzlichen Halbtag einplanen sollen. Nimm wenigstens du dir die Zeit!
Der Bau dieses Aquariums wurde 1984 begonnen, nachdem David Packard, einer der Gründer von HP, 55 Mio. Dollar dafür gespendet hatte. Der später in Angriff genommene Erweiterungsbau kostete nochmals 57 Mio. USD und wurde 1996 fertiggestellt.
Heute ist das Monterey Bay Aquarium mit etwa 200 Wasserbecken eines der größten öffentlichen Aquarien weltweit. Das größte Becken in der Anlage, „The Outer Bay“, fasst etwa 4 Mio. Liter Wasser und ist mit seinem riesigen Acrylfenster von 15×7 m bekannt geworden, das einen nahezu grenzenlosen Blick in die Wasserwelt erlaubt. Es war viele Jahre das größte Fenster weltweit.
In der Anlage leben 550 verschiedene Arten an Meerestieren – von winzigen Nacktschnecken über Seesterne und Quallen bis hin zu großen Haien und Pinguinen. Insgesamt sind es etwa 35.000 Tiere, die hier wohnen.
Schlagzeilen machte einst das Pionierprojekt des Monterey Bay Aquariums, als erstmals ein Weißer Hai längere Zeit hier beherbergt werden konnte. Der Hai wurde im August 2004 gefangen und Mitte September 2004 ins Aquarium verbracht. 198 Tage später wurde er im März 2005 wieder ausgewildert. Mit Hilfe eines Peilsenders wurde sein Weg durch den Ozean 30 Tage lang verfolgt und aufgezeichnet. Danach gab es noch fünf weitere Weiße Haie, die ebenfalls alle wieder, mit Peilsendern ausgestattet, in die Freiheit entlassen wurden.
Weil ich die Cannery Row zuvor erwähnte: Sie hatte früher einen anderen Namen. Die Straße hieß bis zum Ende des 19. Jhdts. noch „Ocean View Avenue“. Erst als dort 1895 die erste große Fabrik, die hauptsächlich Sardinen in Konservendosen abfüllte, errichtet war und kurz darauf andere Fabriken mit gleicher Ausrichtung folgten, bekam sie den Spitznamen „Cannery Row“, übersetzt etwa „Die (lange) Reihe von Konservenfabriken“. Nach dem Zweiten Weltkrieg brach die Produktion der Fischkonserven wegen Überfischung der nahen Gewässer zusammen. Die Fabriken mussten den Betrieb einstellen.
John Steinbecks Romane „Die Straße der Ölsardinen“ (Originaltitel: „Cannery Row“, 1945) und „Wonniger Donnerstag“ („Sweet Thursday“, 1954) spielen beide in der Cannery Row. Sie beschreiben episodenhaft die dort zu der Zeit herrschenden und für uns heute unfassbaren Lebens- und Arbeitsbedingungen an und in diesen Fabriken.
Viele Steinbeck-Leser wollten die Originalschauplätze sehen. So entwickelte sich die Cannery Row, die dann auch schon zuvor ihren Spitznamen als offiziellen Straßennamen angenommen hatte, zum Magneten für Touristen.
Bei keinem anderen Ort jedenfalls bedauere ich im Nachhinein so sehr, ihn während unserer Reise nicht ausreichend gewürdigt zu haben. Wenn du die geschichtlichen Informationen über Monterey im separaten Kasten oben gelesen hast, wirst du mein Bedauern wahrscheinlich verstehen.



