Minoritenkirche

Die Minoritenkirche ist eine sehr interessante römisch-katholische Hallenkirche am Minoritenplatz im 1. Bezirk Wiens, Innere Stadt. Der Platz, auf dem sie steht, ist so eng, dass es nahezu unmöglich ist, das Äußere der Kirche ausreichend beurteilen und würdigen zu können.

Minoritenkirche

The Minoritenkirche is a very interesting roman-catholic hall church at Minoritenplatz within the inner city of Vienna. The very narrow “Minoritenplatz” around the church does not allow a total view from this place. Only inside you can see why I love this church.

Die Minoriten oder “Minderbrüder” waren Franziskanermöche. Sie kamen 1224 nach Wien. Der Grundstein für die Kirche der Minoriten wurde 1275 nach dem Stadtbrand von Ottokar Přemysl gelegt. Im ostösterreichischen Raum war sie eine der ersten Kirchenbauwerke in französisch-gotischen Stil. 1328 wurde der charakteristische Kapellenanbau am nördlichen Langschiff, zu Ehren des Heiligen Ludwig von Frankreich, vollendet. Die Kirchenarchitektur wurde auch in der Folge noch mehrfach ziemlich drastisch verändert, zumal es auch im Zuge der beiden Türkenbelagerungen immer wieder zu Zerstörungen des Turms und des Daches kam. Danach wurde noch mehrmals umgebaut, späte barocke Zutaten – leider aber auch der ursprüngliche gotische Langchor – wurden dabei beseitigt. Erst seit etwa 1900 ist die Kirche baulich unverändert geblieben.

The Minoriten or “Minderbrüder” have been Franciscan Monks. They came to Vienna in 1224. After the city fire of 1275 Ottokar Přemysl founded the church as one of the first gothic churches in the eastern part of Austria. The gothic Ludwig choir was attached to the north of the main nave between 1316 and 1328. The construction was finished in 1350 but a lot of later modifications were done within the following centuries. Some were caused by the destructions during the First and Second Turkish Siege in 1529 and 1683. More than hundred years later baroque attachments were removed, unfortunately some gothic part of the church as the original long choir, too. The last structural changes were carried out at about 1900.